Ghom liegt im nordwestlichen Zentraliran und ist die zweitwichtigste Pilgerstadt nach Maschad. 1220 verwüsteten Mongolen diese Stadt und 500 Jahre später wurde Ghom von den Afghanen eingenommen. Somit begann die Teppichknüpfkunst erst in den 30 er Jahren des letzten Jahrhunderts. Da dieser Teppich nicht auf eigene Mustertradition aufbauen konnte, griff man auf bewährte Muster aus anderen Knüpfgebieten zurück. Langsam bekam der Ghom aber seinen eigenen Charakter.

Ghom wird aus feiner Wolle und oft mit oder aus Seide angefertigt. Meistens wird ein hellgrundiger Fond bevorzugt. Ein elfenbeinfarbiger Grund und häufiger Gebrauch von Hellgrün sind ebenfalls zu finden, obwohl der Gebrauch von Hellgrün bei Perserteppichen sehr selten ist. Neben den Design aus anderen Gegenden, nehmen persische Künstler auch alte Muster und bauen Ihre Ideen mit ein. So entstehen einmalig schöne und oft hochfeine Ghom-Teppiche.

 

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