Gaschgai sind Nomaden aus Süd-Iran aus dem Schirazgebiet. Sie zählen zu den Turkvölkern, weil sie wahrscheinlich im 13. und 14 Jahrhundert aus dem Kaukasus zugewandert sind. Ihre Sprache ist ein türkischer Dialekt. Sie gelten als die reichsten persischen Nomaden.

Die etwa 20-köpfigen Großfamilien ziehen im Oktober vom Norden nach Westen und im April wieder zurück nach Norden. Wegen des Transports, des Auf- und Abbauens sind die horizontalen Knüpfstühle in der Breite begrenzt. Ausnahme sind die sesshaften Gaschgais, die größere Teppiche knüpfen. Das Färben und Knüpfen besorgen die Frauen. Kaschkuli meist extrem feine Stücke und stammen vom einem Nebenstamm, der nordwestlich von Schiraz nomadisiert und auch zum Teil sesshaft geworden ist.

Der Gaschgai zählt zu den feineren, wertvolleren Nomadenteppichen. Typisch für den Gaschgai die exakte Arbeit und ein reiches Muster. Die Muster sind oft vertikal angeordnet und basieren auf drei Rauten als Grundmotiv. Die reizvollen Streumuster bestehen aus stilisieren Blüten, Zeigen, Blätter, Vögel und andere Tieren sowie geometrischen Kleinmotiven. Auch Schuss und Kette sind, wie bei echten Nomadenteppichen üblich, aus reiner Schafwolle.

 

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